Koji selber machen: Meister der Fermentation

Die Faszination des Koji: Mehr als nur ein Pilz
In der Welt der Fermentation nimmt Koji eine Sonderstellung ein. Dieser Edelschimmel, wissenschaftlich als Aspergillus oryzae bekannt, ist nicht nur die Seele vieler asiatischer Köstlichkeiten wie Miso, Sojasauce und Sake, sondern auch ein wahrer Enzym-Booster. Wer einmal die Tiefe und Komplexität von Speisen erlebt hat, die mit selbstgemachtem Koji veredelt wurden, versteht die Begeisterung. Doch die Herstellung scheint auf den ersten Blick kompliziert. Dabei ist es mit dem richtigen Wissen und einem guten Koji Starter Set tatsächlich gut zu bewerkstelligen, den eigenen Koji zu kultivieren und damit eine neue Dimension des Geschmacks zu eröffnen.
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Die Entscheidung, Koji selber machen zu wollen, ist der erste Schritt auf einer spannenden kulinarischen Reise. Es geht darum, die Kontrolle über die Qualität und die spezifischen Eigenschaften des Kojis zu gewinnen, der später Ihre Fermentationsprojekte bereichern wird. Ob Sie nun ein erfahrener Fermentierer sind oder gerade erst in diese faszinierende Welt eintauchen – die Eigenproduktion von Koji ist eine lohnende Erfahrung, die Ihr Verständnis für die Prozesse und die Entstehung von Umami vertiefen wird. Ein entscheidender Bestandteil dafür ist ein hochwertiger Koji Starterkultur, der die Basis für Ihren Erfolg legt.
Warum Koji selber machen? Die Vorteile der Eigenproduktion
Die Gründe, warum immer mehr Hobbyköche und Fermentations-Enthusiasten ihren Koji selbst herstellen möchten, sind vielfältig. Einer der Hauptvorteile liegt in der Qualitätskontrolle. Wenn Sie Koji selber machen, wissen Sie genau, welche Zutaten verwendet wurden – von der Reissorte bis zur Starterkultur. Sie können Bio-Produkte wählen und sicherstellen, dass keine unerwünschten Zusatzstoffe enthalten sind. Dies ist besonders wichtig für die Herstellung von hochwertigen Endprodukten wie Miso oder Amazake, bei denen die Qualität des Kojis direkt den Geschmack und die Textur beeinflusst.
Ein weiterer Aspekt ist die Anpassungsfähigkeit. Verschiedene Koji-Stämme oder die Wahl unterschiedlicher Getreidesorten (Reis, Gerste, Sojabohnen) ermöglichen es Ihnen, Koji mit spezifischen Enzymprofilen zu erzeugen. Dies eröffnet eine Welt voller Experimente und die Möglichkeit, einzigartige Geschmacksprofile zu kreieren, die mit kommerziellen Produkten oft nicht erreichbar sind. Zudem kann die Eigenproduktion auf lange Sicht kostengünstiger sein, insbesondere wenn Sie regelmäßig Koji in größeren Mengen benötigen.
Die Grundausstattung für Ihr Koji Starter Kit
Um erfolgreich Koji selber machen zu können, benötigen Sie einige grundlegende Werkzeuge und Zutaten. Die Investition in ein gutes Koji Starter Set ist hierbei ein hervorragender Ausgangspunkt, da es oft die wichtigsten Komponenten enthält. Im Kern brauchen Sie:
- Koji Starterkultur: Dies ist der Edelschimmel Aspergillus oryzae in Pulverform, der die Fermentation initiiert.
- Getreide: Meistens Reis (Rundkornreis oder Langkornreis), aber auch Gerste oder Sojabohnen sind möglich.
- Inkubationsumgebung: Koji benötigt eine konstante Temperatur und hohe Luftfeuchtigkeit, um optimal zu wachsen. Ein Inkubator Fermentation mit Temperaturregelung ist hier ideal. Alternativ können Sie sich mit einer Styroporbox, einer Wärmflasche und einem Thermometer behelfen.
- Dampfgarer: Das Getreide muss vor der Beimpfung perfekt gedämpft werden, damit der Koji-Pilz gut haften und wachsen kann. Ein Dampfgarer Bambus oder ein Topf mit Dämpfeinsatz eignen sich gut.
- Tabletts oder flache Behälter: Zum Ausbreiten des beimpften Getreides während der Inkubation.
- Thermometer und Hygrometer: Präzise Kontrolle von Temperatur und Luftfeuchtigkeit ist entscheidend. Ein Temperaturfühler Digital ist hier unverzichtbar.
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Hygiene ist bei der Arbeit mit Koji von größter Bedeutung, um eine Kontamination mit unerwünschten Mikroorganismen zu verhindern. Sterilisieren Sie alle Oberflächen und Werkzeuge sorgfältig.
Der Prozess: Schritt für Schritt zum eigenen Koji
Das Koji selber machen ist ein Prozess, der Geduld und Präzision erfordert, aber mit jedem Durchgang einfacher wird. Hier ist eine vereinfachte Anleitung:
- Getreide vorbereiten: Waschen Sie den Reis gründlich, bis das Wasser klar ist. Weichen Sie ihn dann für mehrere Stunden (oft über Nacht) ein.
- Dämpfen: Lassen Sie den eingeweichten Reis gut abtropfen und dämpfen Sie ihn anschließend, bis er weich, aber nicht matschig ist. Jedes einzelne Korn sollte noch eine gewisse Festigkeit haben und sich leicht zerdrücken lassen.
- Abkühlen und Beimpfen: Breiten Sie den gedämpften Reis auf einem sterilisierten Tablett aus und lassen Sie ihn auf etwa 30-35 °C abkühlen. Nun bestreuen Sie den Reis gleichmäßig mit der Koji Starterkultur und mischen alles sorgfältig.
- Inkubation: Überführen Sie den beimpften Reis in Ihre Inkubationsumgebung. Halten Sie die Temperatur konstant zwischen 28-32 °C und die Luftfeuchtigkeit hoch (oft über 80%). Nach etwa 12-24 Stunden beginnt der Pilz zu wachsen und bildet einen feinen, weißen Flaum.
- Pflege während der Inkubation: Während der nächsten 24-48 Stunden müssen Sie den Koji regelmäßig auflockern und wenden, um eine gleichmäßige Belüftung zu gewährleisten und die Temperatur im Reisbett zu kontrollieren. Der Pilz erzeugt Wärme, daher ist das Wenden entscheidend, um Überhitzung zu vermeiden.
- Ernte: Nach insgesamt 48-72 Stunden (je nach Temperatur und Koji-Stamm) ist der Koji erntereif. Er sollte vollständig von einem dichten, weißen Myzel überzogen sein und einen angenehm süßlichen, pilzigen Geruch haben.
Herausforderungen meistern und Koji-Qualität sichern
Beim Koji selber machen können anfangs einige Herausforderungen auftreten. Eine der häufigsten ist die Temperaturkontrolle. Sowohl zu hohe als auch zu niedrige Temperaturen können das Wachstum des Koji-Pilzes hemmen oder das Wachstum unerwünschter Mikroorganismen fördern. Ein zuverlässiger Temperaturfühler Digital und ein stabiler Inkubator sind hier Gold wert.
Ein weiteres kritisches Element ist die Hygiene. Jede Kontamination kann den gesamten Ansatz verderben. Achten Sie darauf, alle Geräte und Oberflächen gründlich zu reinigen und zu sterilisieren. Wenn Sie grüne oder schwarze Flecken auf Ihrem Koji entdecken, ist dies ein Zeichen für Verunreinigung, und der Ansatz sollte entsorgt werden. Die richtige Reissorten Koji zu wählen, die für die Koji-Herstellung optimiert sind, kann ebenfalls einen großen Unterschied machen, da diese oft eine ideale Stärkestruktur für den Pilz aufweisen.
Koji in der Küche: Vielfalt der Anwendungen
Sobald Sie Ihren eigenen Koji erfolgreich hergestellt haben, öffnet sich eine Welt voller kulinarischer Möglichkeiten. Der frische Koji kann sofort weiterverarbeitet oder getrocknet und im Kühlschrank gelagert werden. Hier sind einige beliebte Anwendungen:
- Miso: Eine fermentierte Paste aus Sojabohnen und Koji, die als Würzmittel dient. Für die Fermentation lagert man Miso oft in Fermentationsbehälter Keramik über Monate oder Jahre.
- Shio Koji: Eine salzige Marinade, die Fleisch, Fisch und Gemüse zarter macht und mit Umami anreichert.
- Amazake: Ein süßes, alkoholfreies Reisgetränk, das durch die Fermentation von Reis mit Koji entsteht.
- Sake und Sojasauce: Für fortgeschrittene Brauer und Fermentierer sind dies die Königsdisziplinen, die ebenfalls auf Koji basieren.
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Die Vielseitigkeit von Koji ist beeindruckend und lädt zum Experimentieren ein. Mit Ihrem selbstgemachten Koji können Sie die Geschmacksdimensionen Ihrer Gerichte auf eine Weise erweitern, die Sie nie für möglich gehalten hätten.
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Häufig gestellte Fragen
Was ist Koji & wofür wird es verwendet?
Koji, wissenschaftlich als Aspergillus oryzae bekannt, ist ein Edelschimmel, der in der japanischen Küche eine zentrale Rolle spielt. Er wird auf gekochtem Getreide, meist Reis, aber auch Gerste oder Sojabohnen, kultiviert. Die entscheidende Eigenschaft von Koji sind seine starken Enzyme, die Proteine, Kohlenhydrate und Fette in kleinere, geschmacksintensivere Bestandteile aufspalten können. Dies macht Koji zu einem unverzichtbaren Starter für zahlreiche fermentierte Produkte.
Zu den bekanntesten Anwendungen gehören:
- Miso: Eine fermentierte Paste aus Sojabohnen, Koji und Salz.
- Sojasauce: Durch die Fermentation von Sojabohnen und Weizen mit Koji.
- Sake: Der japanische Reiswein, bei dem Koji die Stärke des Reises in Zucker umwandelt.
- Amazake: Ein süßes, alkoholfreies Reisgetränk.
- Shio Koji: Eine salzige Koji-Paste, die als Marinade oder Gewürz verwendet wird.
Mit Koji Sporen können Sie diese faszinierende Welt der Fermentation in Ihrer eigenen Küche entdecken und den einzigartigen Umami-Geschmack selbst kreieren.
Welche Zutaten & Geräte benötigt man, um Koji selber zu machen?
Um Koji selber zu machen, benötigen Sie einige grundlegende Zutaten und Geräte, die für eine erfolgreiche Fermentation entscheidend sind. Die wichtigsten sind:
- Starterkultur (Koji Sporen): Dies ist der Edelschimmel Aspergillus oryzae. Hochwertige Koji Sporen sind das Herzstück jedes Koji-Projekts.
- Getreide: Am häufigsten wird Reis verwendet (Kome Koji), aber auch Gerste oder Sojabohnen sind möglich. Der Reis sollte von guter Qualität sein und idealerweise poliert, um eine gleichmäßige Fermentation zu ermöglichen. Alternativ können Sie bereits fermentierten Koji Reis kaufen, um direkt weiterzuverarbeiten.
- Inkubationsumgebung: Koji benötigt eine konstante Temperatur und hohe Luftfeuchtigkeit, um optimal zu wachsen. Ein spezieller Fermentationsinkubator oder ein modifizierter Brutautomat eignen sich hervorragend. Alternativ kann man sich auch mit einer Styroporbox, einer Heizmatte und einem Thermostat behelfen.
- Thermometer: Ein präzises Digitalthermometer mit Fühler ist unerlässlich, um die Temperatur der Koji-Kultur genau zu überwachen und im optimalen Bereich zu halten.
- Dampfgarer oder Reiskocher: Für das Dämpfen des Getreides, um die richtige Konsistenz zu erreichen.
- Flache Tabletts oder Behälter: Zum Ausbreiten des inoculierten Getreides während der Fermentation.
Zusätzlich sind Sauberkeit und Hygiene von größter Bedeutung, um unerwünschte Kontaminationen zu vermeiden.
Wie wird Koji Reis hergestellt?
Die Herstellung von Koji Reis ist ein präziser Prozess, der Geduld und Aufmerksamkeit erfordert. Hier sind die grundlegenden Schritte:
- Reis vorbereiten: Waschen Sie den Reis gründlich, bis das Wasser klar ist. Weichen Sie ihn dann für mehrere Stunden oder über Nacht ein. Anschließend dämpfen Sie den Reis, bis er gar, aber noch leicht bissfest ist (nicht zu weich oder klebrig).
- Abkühlen: Breiten Sie den gedämpften Reis auf einem sauberen Tuch oder Tablett aus und lassen Sie ihn auf etwa 30-35°C abkühlen. Dies ist eine kritische Temperatur, da zu heiß der Schimmel tötet und zu kalt das Wachstum hemmt. Ein Präzisionsthermometer hilft hier.
- Inokulieren: Bestreuen Sie den abgekühlten Reis gleichmäßig mit den Koji Sporen. Mischen Sie die Sporen sorgfältig unter, sodass jedes Reiskorn bedeckt ist.
- Inkubation: Legen Sie den inokulierten Reis in flache Behälter und stellen Sie diese in eine Inkubationsumgebung, die eine konstante Temperatur von 28-35°C und eine hohe Luftfeuchtigkeit (ca. 70-85%) aufrechterhält. Ein Brutapparat oder eine selbstgebaute Fermentationsbox sind ideal.
- Pflege während der Fermentation: Überprüfen Sie den Reis alle 8-12 Stunden. Mischen Sie ihn regelmäßig, um die Temperatur zu regulieren und eine gleichmäßige Belüftung zu gewährleisten. Nach etwa 24-48 Stunden sollte der Reis mit einem dichten, weißen Myzel überzogen sein und einen angenehmen, leicht süßlichen Duft entwickeln.
Der fertige Koji Reis ist nun bereit für die Weiterverarbeitung zu Miso, Sake oder anderen Köstlichkeiten.
Wie lange dauert die Koji-Fermentation & welche Bedingungen sind optimal?
Die Koji-Fermentation, also das Wachstum des Edelschimmels Aspergillus oryzae auf dem Getreide, dauert in der Regel zwischen 24 und 48 Stunden. Die genaue Dauer hängt von verschiedenen Faktoren ab, insbesondere von der Temperatur und Luftfeuchtigkeit der Inkubationsumgebung sowie der Menge der verwendeten Koji Starterkultur und der Art des Getreides.
Optimale Bedingungen sind entscheidend für ein erfolgreiches Ergebnis:
- Temperatur: Der ideale Temperaturbereich liegt zwischen 28°C und 35°C. Bei Temperaturen unter 25°C wächst der Schimmel zu langsam, während Temperaturen über 40°C ihn abtöten können. Die Temperatur muss konstant gehalten und regelmäßig mit einem hochpräzisen Digitalthermometer überwacht werden. Es ist normal, dass der Koji während des Wachstums selbst Wärme erzeugt, weshalb ein regelmäßiges Umrühren notwendig ist, um Hitzestau zu vermeiden.
- Luftfeuchtigkeit: Eine hohe Luftfeuchtigkeit von etwa 70-85% ist erforderlich, damit der Schimmel gut gedeiht. Dies kann durch das Abdecken der Inkubationskammer oder das Platzieren einer Schale mit Wasser im Fermentationsinkubator erreicht werden.
- Belüftung: Obwohl hohe Luftfeuchtigkeit wichtig ist, benötigt Koji auch Sauerstoff. Daher ist eine leichte Belüftung notwendig, und das regelmäßige Wenden des Reises dient auch dem Gasaustausch.
Wenn der Reis nach der Inkubationszeit vollständig mit einem dichten, weißen Myzel überzogen ist und einen pilzartigen, leicht süßlichen Geruch aufweist, ist der Koji fertig.
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Kann man Koji auch ohne speziellen Inkubator herstellen?
Ja, es ist durchaus möglich, Koji auch ohne einen professionellen oder speziellen Fermentationsinkubator herzustellen, auch wenn dies etwas mehr Aufwand und Kreativität erfordert. Der Schlüssel liegt darin, eine Umgebung zu schaffen, die über 24-48 Stunden eine konstante Temperatur und hohe Luftfeuchtigkeit bieten kann.
Hier sind einige DIY-Methoden:
- Styroporbox mit Heizmatte: Eine einfache und effektive Methode ist die Verwendung einer Styroporbox. Platzieren Sie eine kleine Heizmatte oder eine Glühbirne mit geringer Wattzahl (vorsichtig mit der Hitzeentwicklung!) am Boden. Ein Thermostat, der an die Heizquelle angeschlossen ist, hilft, die Temperatur zu regulieren. Eine Schale mit Wasser in der Box sorgt für die nötige Luftfeuchtigkeit.
- Backofen mit Licht: Einige Backöfen haben eine „Brot gehen lassen“-Funktion, die eine niedrige, konstante Temperatur bietet. Alternativ kann die Wärme einer eingeschalteten Backofenlampe ausreichen, um die gewünschte Temperatur zu erreichen. Überprüfen Sie die Temperatur aber unbedingt mit einem digitalen Hochpräzisionsthermometer.
- Decken und Wärmflaschen: In einer kälteren Umgebung können Sie den Reis in einer Schüssel mit einem Handtuch abdecken und diese in eine größere Box stellen, die mit Decken und eventuell warmen Wasserflaschen isoliert wird. Hier ist eine sehr häufige Überprüfung der Temperatur notwendig.
Unabhängig von der gewählten Methode ist ein zuverlässiges Temperaturüberwachungsgerät absolut unerlässlich, um sicherzustellen, dass die Bedingungen für den Koji optimal bleiben und unerwünschte Keime keine Chance haben.
Was sind die häufigsten Fehler beim Koji selber machen & wie vermeidet man sie?
Das Koji selber machen kann anfangs eine Herausforderung sein, aber die Kenntnis der häufigsten Fehler hilft, diese zu vermeiden:
- Falsche Temperatur: Dies ist der häufigste Fehler. Temperaturen unter 25°C verlangsamen das Wachstum, während über 40°C den Schimmel abtöten.
- Vermeidung: Investieren Sie in ein gutes präzises Thermometer mit Fühler und überwachen Sie die Temperatur alle paar Stunden. Verwenden Sie einen zuverlässigen Inkubator mit Temperaturkontrolle.
- Unzureichende Luftfeuchtigkeit: Zu trockene Bedingungen hemmen das Wachstum des Koji.
- Vermeidung: Stellen Sie eine Schale mit Wasser in Ihre Inkubationskammer oder verwenden Sie einen Luftbefeuchter. Decken Sie den Koji nicht luftdicht ab, aber sorgen Sie für eine feuchte Umgebung.
- Kontamination: Fremdschimmel oder Bakterien können das Koji-Wachstum stören oder das Produkt ungenießbar machen.
- Vermeidung: Arbeiten Sie immer hygienisch. Sterilisieren Sie alle verwendeten Geräte und Behälter gründlich. Verwenden Sie frische, hochwertige Koji Sporen.
- Zu viel oder zu wenig Reis: Eine zu dicke Schicht Reis kann zu Hitzestau führen, eine zu dünne Schicht trocknet schnell aus.
- Vermeidung: Breiten Sie den Reis in einer Schicht von 2-3 cm Höhe aus. Rühren Sie den Reis regelmäßig um, um die Wärme gleichmäßig zu verteilen.
- Übergaren oder Untergaren des Reises: Der Reis muss perfekt gedämpft sein – nicht zu nass und nicht zu trocken.
- Vermeidung: Experimentieren Sie mit der Dämpfzeit, bis Sie die ideale Konsistenz erreicht haben. Jede Reissorte kann sich anders verhalten.
Mit Sorgfalt und Aufmerksamkeit werden Sie bald den Dreh raus haben und köstlichen Koji selber machen können.
Wie lagert man fertigen Koji & wie lange ist er haltbar?
Der fertige Koji Reis ist ein lebendiges Produkt, das richtig gelagert werden muss, um seine enzymatische Aktivität und Qualität zu erhalten. Die Haltbarkeit variiert je nach Lagerungsmethode:
- Frischer Koji (ungekühlt): Koji ist unmittelbar nach der Fermentation am aktivsten. Er sollte innerhalb von 12-24 Stunden weiterverarbeitet werden, da der Schimmel sonst überreif wird, Bitterstoffe entwickeln kann und die Enzyme abbauen.
- Frischer Koji (gekühlt): Im Kühlschrank hält sich frischer Koji in einem luftdichten Behälter für etwa 3-5 Tage. Die kühlen Temperaturen verlangsamen die enzymatische Aktivität erheblich, stoppen sie aber nicht vollständig.
- Koji (eingefroren): Dies ist die beste Methode zur Langzeitlagerung. Breiten Sie den fertigen Koji auf einem Backblech aus und frieren Sie ihn portionsweise ein. Sobald er gefroren ist, können Sie ihn in Gefrierbeutel oder luftdichte Behälter umfüllen. Eingefrorener Koji ist bis zu 6 Monate haltbar, wobei seine enzymatische Aktivität gut erhalten bleibt. Er kann direkt aus dem Gefrierschrank verwendet werden, indem man ihn einfach auftaut.
- Getrockneter Koji: Man kann Koji auch bei niedriger Temperatur (z.B. im Dörrautomaten) trocknen. Getrockneter Koji ist bei kühler, trockener und dunkler Lagerung mehrere Monate haltbar und kann bei Bedarf rehydriert werden. Fertig getrockneten Koji Reis können Sie auch direkt erwerben, wenn Sie den Trocknungsprozess vermeiden möchten.
Achten Sie immer auf ungewöhnliche Gerüche oder Verfärbungen. Wenn der Koji nicht mehr frisch riecht (süßlich-pilzig) oder schwarze, grüne oder rosa Flecken aufweist, sollte er entsorgt werden.
Welche Produkte kann man mit selbstgemachtem Koji herstellen?
Mit selbstgemachtem Koji eröffnen sich Ihnen unzählige Möglichkeiten in der Küche, um tiefgründige Umami-Aromen zu kreieren und Lebensmittel auf natürliche Weise zu veredeln. Die enzymatische Kraft des Koji macht ihn zum idealen Start für eine Vielzahl fermentierter Produkte:
- Miso: Eine der bekanntesten Anwendungen. Miso ist eine fermentierte Paste aus Sojabohnen, Koji und Salz, die je nach Reifegrad und Zutaten von mild-süß bis kräftig-würzig reicht. Für die Miso-Herstellung sind robuste Gärtöpfe aus Keramik ideal.
- Sojasauce: Eine weitere klassische Fermentation, die Koji, Sojabohnen und Weizen kombiniert.
- Amazake: Ein natürlich süßes, alkoholfreies Getränk aus Koji und Reis, das oft als Dessert oder gesunder Snack genossen wird.
- Shio Koji: Eine vielseitige Salzmischung, die als Marinade, Zartmacher für Fleisch und Fisch oder als Geschmacksverstärker in Dressings und Saucen dient.
- Sake: Der berühmte japanische Reiswein, bei dem Koji die Stärke des Reises in fermentierbaren Zucker umwandelt.
- Fleisch- und Fischveredelung: Koji kann als Trockenmarinade (Koji Dry-Aging) verwendet werden, um Fleisch zarter zu machen und seinen Geschmack zu intensivieren. Auch für die Herstellung von Schinken oder Würsten ist er geeignet.
- Gemüsefermentation: Ähnlich wie bei Shio Koji kann Koji auch zum Fermentieren von Gemüse verwendet werden, um einzigartige Geschmacksnuancen zu erzielen.
Die Möglichkeiten sind nahezu grenzenlos. Mit einer guten Portion Koji Starter in der Hand können Sie eine Welt voller Umami und Fermentation erkunden.
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Welche Arten von Koji gibt es & worin unterscheiden sie sich?
Koji bezieht sich auf den Edelschimmel Aspergillus oryzae, der auf einem Substrat kultiviert wird. Die verschiedenen Arten von Koji ergeben sich hauptsächlich aus dem verwendeten Getreide oder der Form, in der er vorliegt:
- Kome Koji (Reis Koji): Dies ist die gebräuchlichste Form und wird hergestellt, indem Koji-Sporen auf gedämpften Reis inokuliert werden. Kome Koji ist die Grundlage für Miso, Sake, Amazake und Shio Koji. Die Enzyme im Reis Koji sind besonders gut darin, Stärke in Zucker umzuwandeln und Proteine aufzuspalten. Sie können Koji Reis entweder selbst fermentieren oder fertig kaufen.
- Mugi Koji (Gersten Koji): Hier werden die Koji-Sporen auf gedämpfte Gerste kultiviert. Mugi Koji wird häufig für die Herstellung von Gersten-Miso und bestimmten Arten von Shoyu (Sojasauce) verwendet. Er verleiht den Endprodukten oft einen erdigeren und robusteren Geschmack als Reis Koji.
- Mame Koji (Sojabohnen Koji): Diese Art von Koji wird auf gekochten Sojabohnen kultiviert. Mame Koji ist die Basis für das dunkle, kräftige Hatcho Miso und trägt zu einem sehr tiefen, umami-reichen Geschmack bei.
- Koji Sporen (Koji Kin): Dies sind die reinen Sporen des Aspergillus oryzae, die als Starter für die Koji-Herstellung auf jedem geeigneten Substrat dienen. Sie sind in kleinen Mengen erhältlich und ermöglichen es, Koji von Grund auf selbst herzustellen. Koji Sporen sind der erste Schritt zu hausgemachter Fermentation.
Jede Koji-Art hat ihre eigenen enzymatischen Profile und Geschmacksnuancen, die den Endprodukten unterschiedliche Charakteristika verleihen.